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Wald mit Licht - Quelle: Pixabay

Der Wald als Ort der Ruhe im Leben wie im Tod

Seit jeher gilt der Wald als Quell von Energie und Lebenskraft. Immer mehr Menschen besinnen sich in unserer leistungsorientierten und krisengeschüttelten Zeit zunehmend zurück auf die Natur – um sich zu erden, um mit sich selbst und ihrer Umgebung wieder in Einklang zu kommen, um Kraft zu tanken. Trends unserer Zeit, wie das Waldbaden oder die Ausbildung zum zertifizierten Waldbademeister, zeugen davon. Wenn wundert es da, dass viele Menschen sich den Wald auch als Refugium für ihre letzte Ruhestätte wünschen?

Unter den vielfältigen Bestattungsformen sind Waldbestattungen besonders für naturverbundene Menschen oft eine beruhigende und tröstende Vorstellung: Man bettet sich an dem Ort, an dem man schon zu Lebzeiten gerne war. Man wird eins mit der Natur. Man ruht inmitten von Vogelstimmen in idyllischer Umgebung unter einem entsprechend gekennzeichneten Baum, in dessen Wurzelwerk die eigene Asche dann einfach mit aufgeht.

Der Bestattungswald – vielen auch als Friedwald ein Begriff – hat seine Ursprünge in der Schweiz, wo er 1999 als Bestattungsstelle die behördliche Genehmigung erhielt. Die inzwischen größten Anbieter für Waldbestattungen in Deutschland – FriedWald und RuheForst – bieten gemäß jeweiliger Webseiten insgesamt bereits rund 150 Standorte (Stand 11/2021) an, die im ganzen Land verteilt liegen. Auch das zeigt, wie populär diese Bestattungsform inzwischen ist. Daneben gibt es noch weitere Anbieter. Die Waldbestattung gehört zu den wenigen Ausnahmen in Deutschland, wo die Bestattung außerhalb eines Friedhofs stattfinden darf.

Wer eine Waldbestattung für sich in Erwägung zieht, kann beispielsweise über das Web den Suchbegriff „Bestattungswald“ eingeben und bekommt dann eine ganze Reihe möglicher Anlaufstellen aufgelistet, die zum Ablauf und den Kosten informieren.

Was kostet eine Waldbestattung?

Die Kosten für eine Waldbestattung summieren sich aus Bestattungsleistungen, Urne, Einäscherung, Beisetzung, Trauerfeier sowie gegebenenfalls Rednern, musikalischer Untermalung und Todesanzeige. Für eine einfache Waldbestattung beginnen die Kosten hierfür bei etwa 3.000 Euro.

Hinzu kommt der Preis für den Grabplatz. Ein einzelnes Baumgrab kann es schon ab etwa 490 Euro geben. Die Kosten für einen ganzen Baum liegen zwischen etwa 2.500 und 7.000 Euro – je nachdem, wie viele Grabplätze vorgesehen sind. Denn auch die Wahl von Partner- oder Familienbäumen für mehrere Personen kann eine Option sein. Angebote unterschiedlicher Anbieter finden Sie meist schon auf deren jeweiligen Homepages im Web.

Mögliche Grabplätze können Sie über den jeweiligen Anbieter im Rahmen einer Waldführung mit dem Förster in Augenschein nehmen. Mitunter kann die Auswahl des gewünschten Baumes dann auch schon direkt im Anschluss an die Führung vorgenommen werden. Auch das ist eine Form der Vorsorge, die es Ihren Hinterbliebenen im Trauerfall leichter macht, Ihrem letzten Willen zu entsprechen. Für die Übernahme von Bestattungskosten kann vorsorglich auch eine Sterbegeldversicherung in Betracht kommen. Sollten Sie hierzu weitere Informationen wünschen, können Sie sich bei der Sparda-Bank Hessen gerne unverbindlich nach einem guten Angebot der DEVK Versicherung erkundigen.

Worüber man sich bei einer Waldbestattung im Klaren sein sollte:

Die Bestattung in einem Bestattungswald erfolgt ausschließlich in einer Urne. Die vorherige Einäscherung in einem Krematorium ist also ein Muss. Erdbestattungen sind hier ausgeschlossen.

Für die Bestattung selbst sind Zeremonien nach weitestgehend eigenen Wünschen denkbar und erlaubt – von der Trauermusik, beispielsweise durch Einzeldarbietungen oder einen Chor, bis hin zu Reden, die sowohl Angehörige als auch Geistliche oder weitere Personen halten können, und dem Aufstellen persönlicher Erinnerungen für die Dauer der Zeremonie.

Für Angehörige und Freunde bietet der Baum einen naturbelassenen festen Ort, an dem sie ihre verstorbenen Liebsten dann jederzeit besuchen und ihrer gedenken können. Dauerhafter Grabschmuck und sonstige Grabbeigaben sind allerdings unzulässig. Somit entfallen auf natürliche Weise auch die Kosten einer Grabpflege. Dies wird allein der Natur überlassen, sodass der Wald in seinem natürlichen Zustand bleibt.

Gerade das wird von vielen Menschen, die sich für eine Waldbestattung entscheiden, besonders geschätzt.

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