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Weltkrebstag 2026: "Gemeinsam. Einzigartig!"

Krebserkrankungen sind nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Rund 500.000 Menschen erkranken hierzulande jedes Jahr daran. Zum heutigen Weltkrebstag möchten auch wir das Bewusstsein für diese Erkrankungen schärfen.

Wozu ein Weltkrebstag?

Seit dem Jahr 2000 veranstaltet die Union for International Cancer Control (UICC) alljährlich am 4. Februar den Weltkrebstag. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Prävention, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen zu schärfen. Unter dem diesjährigen Motto "Gemeinsam. Einzigartig!" soll außerdem darauf hingewiesen werden, dass alle Krebspatient:innen durch ihre Diagnose miteinander verbunden, nicht alleine mit der Erkrankung sind, trotzdem aber jede:r eine ganz eigene (Krankheits-)Geschichte, eigene Erfahrungen und Bedürfnisse hat. Weltweit finden zu diesem Anlass zahlreiche Vortragsveranstaltungen, Spendenaktionen und Aufklärungskampagnen zur Krebsprävention und -früherkennung statt.

Was ist Krebs?

Krebs ist eine bösartige Gewebeneubildung, bei der sich Zellen unkontrolliert vermehren und gesundes Gewebe zerstören. Sie bilden Metastasen und können nicht mehr auf normale Wachstums- oder Immunregulationssignale reagieren. Je nach Art und Ausprägung kann Krebs lebensbedrohlich sein oder auch zum Tode führen.

Woher kommt die Bezeichnung?

Der Begriff "Krebs", und auch die medizinische Bezeichnung "Karzinom", stammen aus der Antike und sollen auf den griechischen Arzt Hippokrates zurückzuführen sein. Er bezeichnete Krebsgeschwulste als "Karkinos" (griechisches Wort für Krebs). Zum einen bezog er sich dabei auf das Aussehen der Geschwülste (lateinisch "tumor"), vor allem derer auf der Brust, die äußerlich Krebsbeinen ähneln, zum anderen sind Tumore aber auch härter als das umliegende Gewebe und erinnern damit auch an die Beschaffenheit eines tierischen Krebses.

Seit wann gibt es die Erkrankung?

Tumorartige Veränderungen gehen bereits auf die früheste Menschheitsgeschichte zurück. Archäologische Knochenfunde zeugen von faustgroßen Geschwülsten an Hals oder Kopf Verstorbener. Bis ins 19. Jahrhundert sah man Erkrankungen als Folge eines Ungleichgewichts von Blut, Schleim, gelber und schwarzer Galle – entsprechend behandelte man auch Krebs. Äußerliche Tumore wurden weggebrannt, Aderlässe, Schröpfen und Abführmittel dienten zur Stärkung des Körpers. Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte der Pathologe Rudolf Virchow schließlich, dass Krebs aus entarteten Zellen entsteht, die sich unkontrolliert vermehren. Mit seiner Zellularpathologie legte er das Fundament der modernen Krebsmedizin.

Wie viele Krebsarten gibt es?

In der Medizin sind heute mehrere hundert Krebsarten bekannt. Einige von ihnen – darunter Brust-, Prostata-, Darm-, Lungen-, Magen-, Haut- und Knochenmarkkrebs – treten vergleichsweise häufig auf. Die meisten von ihnen sind jedoch seltener, darunter alle Arten von Leukämie, Hirntumoren, Eierstock- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Wie sind die Heilungschancen?

Die Behandlung von Krebs hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Heute können etwa 50 Prozent (je nach Krebsart und -stadium) aller erwachsenen Krebspatient:innen geheilt werden, bei den Kindern sind es 4 von 5. Krebsarten, die vor wenigen Jahren als kaum heilbar galten, sind jetzt heilbar oder zumindest so behandelbar, dass ein Weiterleben lange möglich ist. Zu verdanken haben wir dies modernen Therapieformen und einer verbesserten Früherkennung, die die Heilungschancen deutlich erhöhen und Behandlungen erträglicher machen. Zudem sind Krebsmedikamente heute das größte Gebiet der Pharmaforschung in Deutschland.

Kann ich mich vor Krebs schützen?

Forschungsergebnisse zeigen, dass sich mindestens ein Drittel der Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern lassen, die Mehrheit der Krankheitsfälle jedoch nicht. Das Deutsche Krebsforschungszentrum nennt Rauchen als bedeutendsten Risikofaktor für Krebserkrankungen, danach folgen Alkoholkonsum und starkes Übergewicht, ungesunde Ernährung und körperliche Inaktivität. Je mehr ungesunde Verhaltensweisen zusammenkommen, desto höher steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Krebs – lange ein Tabuthema.

Krebs war lange Zeit ein Tabuthema. Bis weit ins 20. Jahrhundert war es gängige Praxis, Krebs zu verschweigen. Man sprach von einem "Geschwür", um Betroffenen nicht die Hoffnung zu nehmen. Erst in den 1970er-Jahren begannen Menschen, öffentlich über ihre Erkrankung zu reden – vor allem dank zahlreicher Aufklärungskampagnen und der Unterstützung prominenter Menschen: So machte sich auch Mildred Scheel, Ärztin und Frau des damaligen Bundespräsidenten, für mehr Transparenz stark und gründete 1974 die Deutsche Krebshilfe. Die gemeinnützige Organisation ist bis heute der wichtigste private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsforschung in Deutschland. Gemäß dem Motto "Helfen. Forschen. Informieren." fördert sie Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

Sie wollen mehr zum Thema Krebs und den Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene erfahren oder die wichtige Arbeit der Deutschen Krebshilfe finanziell fördern? Dann empfehlen wir Ihnen die Website krebshilfe.de.