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Digitalisierung überall: Kommt bald auch der digitale Euro?

Digitale Währungen an sich sind nicht neu: Längst schon gibt es sogenannte Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und andere. Ein Novum wäre allerdings, wenn es bald auch das gesetzliche Zahlungsmittel Euro als digitale Variante gäbe. In Kooperation mit den nationalen Zentralbanken des Euroraums arbeitet die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an der Idee: Nach Abschluss einer noch bis Oktober 2023 andauernden Untersuchungsphase möchte der EZB-Rat über die Einführung entscheiden. Diese würde dann im Rahmen einer etwa dreijährigen Test- und Entwicklungsphase eingeleitet. Bis dahin gilt es allerdings noch vieles auszuarbeiten, zu prüfen, klären und entscheiden.

Eine große Sorge vieler Menschen, dass die Einführung des digitalen Euros auch die Abschaffung des Bargelds bedeuten solle, lässt sich laut EZB jedoch vorweg ausräumen: Erklärtermaßen ist das nicht die Absicht. Vielmehr solle der digitale Euro heutige Bezahlmöglichkeiten neben den Euro-Banknoten ergänzen, nicht ersetzen. Wie diese, würde auch die digitale Variante des Euro als Zentralbankgeld von der EZB ausgegeben – eben nur in digitaler Form. Und genau wie heutiges Bargeld, bliebe der digitale Euro dabei ebenfalls im Eigentum der Zentralbank, während Privatleute wie Unternehmen ihn als gesetzliches Zahlungsmittel gleichermaßen (lediglich) besitzen und zum Bezahlen nutzen könnten. In puncto Vertrauenswürdigkeit und Stabilität zeigt sich hier im Vergleich zu bekannten Kryptowährungen beispielsweise ein großer Unterschied: Denn im Gegensatz zum Euro (in welcher Form auch immer) steht hinter solchen, in ihrem Wert oft schwankenden Krypto-Assets keine vertrauenswürdige Institution (wie z. B. eine Zentralbank). Als alltägliches Zahlungsmittel für alle sind sie daher in gleicher Weise nicht geeignet.

Vergleichbar ist bei den unterschiedlichen Formen digitaler Währungen hingegen die Verwahrung (Speicherung) in einer sogenannten Wallet (digitale Brieftasche). Auch beim digitalen Euro könnte der Zugriff – etwa zum Bezahlen an der Ladenkasse oder via Internet – dann über Smartphone oder PC bzw. Tablet erfolgen. Für dessen Wallet-Verwahrung steht allerdings eine Betragsgrenze von bis zu 3.000 digitalen Euro wie (evtl. alternativ) auch eine gestaffelte, ab einem bestimmten Schwellenwert unattraktive Verzinsung in der Diskussion. Grund ist, dass der digitale Euro in erster Linie als Zahlungsmittel – nicht als Geldanlage – gedacht ist, und den Geschäftsbanken durch die EZB hier keine Konkurrenz erwachsen soll. Schlagartigen Umschichtungen von Einlagen in größerem Ausmaß möchte man so vorbeugen. Denn naturgemäß sind digitale Transaktionen auf einfache Weise, schnell und sicher (im Grunde grenzenlos weltweit) durchführbar. Die finale Entscheidung zur Ausgestaltung liegt bislang* noch nicht vor.

Gerade die Vereinfachung von Bezahlmöglichkeiten- und Transferabwicklungen ist es aber auch, die für eine mögliche Einführung des digitalen Euros spräche: So ermöglichte diese z. B. mehr Inklusion – etwa für Menschen, denen der Zugang zu einem eigenen Bankkonto (bislang) verwehrt ist. Mit dem digitalen Euro hätten auch sie eine Möglichkeit, am elektronischen Zahlungsverkehr – der zum heutigen täglichen Leben einfach dazugehört – teilzuhaben. Überdies würde ein digitaler Euro weitere Freiräume für Finanzinnovationen eröffnen und den Zahlungsverkehr insgesamt an Effizienz gewinnen lassen. Es geht hierbei auch um Souveränität und Autonomie Europas.

Zuvor sind aber noch viele Fragen – sowohl in rechtlicher als auch prozessbedingter Hinsicht – zu klären. So ist u. a. noch offen*, ob zur technischen Umsetzung eine zentrale Lösung oder die Blockchain-Technologie , auf der auch Kryptowährungen basieren, zum Einsatz kommen soll. Letztere würde verfahrensabhängig allerdings auch das Finden einer umweltgerechten Lösung für den immensen Energieverbrauch bedingen. Ausdrücklich möchte die EZB bei den Evaluierungen zur Einführung des digitalen Euro Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen. In der Vergangenheit fand hierzu bereits eine öffentliche Befragung bestimmter Fokusgruppen statt. Hinsichtlich der Wünsche an einen digitalen Euro ergab sich, dass vor allem Datenschutz und Sicherheit hohen Stellenwert besitzen. Weitere Informationen zum digitalen Euro und aktuellen Stand der Überlegungen veröffentlicht die EZB auf Ihrer Homepage: ecb.europa.eu **

* zum Zeitpunkt dieser Beitragserstellung (04.08.2022) laut EZB-Homepage-Veröffentlichung noch nicht bekannt

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