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Bausparvertrag – Comeback eines Urgesteins?

Der gute alte Bausparvertrag – seit vielen Generationen begleitet er Immobilienkäufer:innen und solche, die es werden wollen. Doch mit Beginn der Niedrigzinsphase wurde der einst im Bausparvertrag vereinbarte, vermeintlich günstige Zins für ein späteres Darlehen schlichtweg teurer als der marktübliche Zins. Lediglich über die gute Verzinsung seines bislang ersparten Guthabens bei der Bausparkasse konnte man sich noch freuen, denn auch die Zinsen für Geldanlagen waren auf ein historisches Tief gesunken.

Und aktuell? Die Zinsen für Immobiliendarlehen steigen wieder und das seit Jahresbeginn deutlich. Ist es also Zeit für ein Comeback des Bausparens? Unsere Antwort lautet: Auf jeden Fall! Denn langfristig zu planen und heute schon die niedrigen Darlehenszinsen für morgen zu sichern, gibt Sicherheit und spart Geld. Wir haben Andrea Hruby, Leiterin der Filialdirektion Melsungen der Sparda-Bank Hessen, gefragt, welche Möglichkeiten ein Bausparvertrag in der momentanen Situation konkret bietet.

Frau Hruby, können Sie den Nutzen eines Bausparvertrages in nur einem Satz zusammenfassen?

Gerne. Mit einem Bausparvertrag sichere ich mir den jetzigen Zins für ein zukünftiges Darlehen, das ich für mein Eigenheim nutze.

Und das lohnt sich wieder?

Definitiv, aktuell steigen die Baufinanzierungszinsen wieder deutlich an. Und die Tarife unseres Kooperationspartners Bausparkasse Schwäbisch Hall sind attraktiv. In konkreten Zahlen gesprochen: Mit dem Abschluss eines Bausparvertrages beispielsweise im Tarif „FuchsImmo“ sichere ich mir heute – je nach gewählter Variante – einen effektiven Jahreszins ab 1,44 Prozent p.a. für ein Darlehen, das ich für meine spätere Finanzierung in Anspruch nehmen möchte.

Und dann nutze ich dieses Darlehen für meine Anschlussfinanzierung?

Zum Beispiel. Oder auch für eine Neufinanzierung oder zur Modernisierung.

Nun haben nicht alle Menschen den finanziellen Spielraum einen Kredit abzubezahlen und gleichzeitig noch einen Bausparvertrag zu besparen. Gibt es für diese dennoch eine Option, sich den günstigen Zins eines Bausparvertrages für die Zukunft zu sichern?

Die gibt es in der Tat. In diesem Fall hat sich das sogenannte Bankvorausdarlehen als nützlich erwiesen. Dabei wird ein Darlehen in Höhe der Summe des Bausparvertrages abgeschlossen. Während der Laufzeit des Bankvorausdarlehens fallen für den/die Kreditnehmer:in lediglich Zinsen und sonstige Gebühren an, die monatliche Tilgung hingegen fließt als Sparrate aufs Bausparkonto. Ist der Bausparvertrag schließlich zuteilungsreif, wird damit die Summe des Bankvorausdarlehens getilgt. Der/die Kreditnehmer:in zahlt dann lediglich noch das Bauspardarlehen zum vorher vereinbarten Darlehenszins ab.

Eignet sich der Bausparvertrag denn auch dazu, Eigenkapital anzusparen?

Nach wie vor eignet sich der Bausparvertrag leider nur bedingt zum Sparen. Der Guthabenzins der meisten Bauspartarife der Bausparkasse Schwäbisch Hall liegt bei aktuell 0,1 Prozent. Lediglich im „FuchsStart“ sind es unter bestimmten Voraussetzungen 0,25 Prozent. Hier rate ich definitiv zu anderen, effektiveren Anlageformen, wie beispielsweise einem Fondsparplan. Wer allerdings heute schon weiß, dass er sich in naher Zukunft ein Eigenheim kaufen möchte, dem rate ich, zeitnah ein Bausparkonto abzuschließen und den niedrigen Guthabenzins in Kauf zu nehmen. In diesem Fall überwiegt der Vorteil eines günstigeren Darlehenszinses.

Lohnt es sich denn auch, seine Vermögenswirksamen Leistungen in einen Bausparvertrag anzulegen?

Sicher. Denn zum einen erhöht sich damit die monatliche Sparrate, zum anderen fördert der Staat diese Sparleistung aber auch bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze mit einer Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 9 % der Vermögenswirksamen Leistungen. Aufgrund der 2021 erhöhten Einkommensgrenzen kommen mittlerweile deutlich mehr Kund:innen in den Genuss der Förderung.

Interessant. Gibt es weitere Förderungen?

Ja, der Staat belohnt zudem Bausparer mit einer Wohnungsbauprämie in Höhe von 10 % auf eigene Sparleistungen bis zu 700 Euro pro Jahr bei Alleinstehenden bzw. 1.400 Euro bei Paaren. Auch hier haben sich die Einkommensgrenzen des zu versteuernden Jahreseinkommens auf 35.000 Euro (Singles) bzw. 70.000 Euro (Verheiratete) erhöht.

In Zusammenhang mit Bausparen fällt immer wieder auch der Begriff „Wohn-Riester“. Was hat es damit auf sich?

Im Vergleich zum normalen Riester-Vertrag bietet Wohn-Riester die Möglichkeit, das ersparte Kapital samt Zulagen vor dem Renteneintrittsalter zu nutzen und sich damit frühzeitig zu entschulden. Wer also plant, in einigen Jahren eine Immobilie zu erwerben, für den ist ein Riester-Bausparvertrag grundsätzlich geeignet. In der Praxis heißt das, die monatlichen Sparraten samt jährlicher Zulagen fließen in einen Bausparvertrag, der nach Zuteilungsreife zur Tilgung des Immobilienkredits genutzt werden kann. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass auch diese Riester-Variante zum Renteneintrittsalter versteuert werden muss.



Ergänzende Infomation zu genannten Konditionen:

Tarifübersicht der Bausparkasse Schwäbisch Hall

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