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Lichtdurchfluteter Wald mit hochstämmigen Bäumen

Reinspringen und wohlfühlen: Was ist Waldbaden?

Das Rauschen der Blätter, der erdige Duft des weichen, fast federnden Bodens, das Spiel von Licht und Schatten und das Rascheln von altem Laub – der Wald ist nicht erst seit der Epoche der Romantik ein Sehnsuchtsort, der mit allen Sinnen genossen werden will. Außerdem ist er Lebensraum, wichtiges Ökosystem und ein Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel. Die Sparda-Bank Hessen tut nicht erst seit gestern was für den Wald und hat jetzt erneut die Aufforstung eines Hektar Mischwaldes bei Herborn gefördert. Anlass für uns, das Thema Waldbaden zu beleuchten.

Wälder haben ganz enorme Heilkräfte. Das kann man getrost wörtlich nehmen, denn 75 Prozent aller Krebsmedikamente enthalten pflanzliche Wirkstoffe, die in Wäldern wachsen. Auch gegen Schmerzen, Diabetes und viele andere Krankheiten werden mit pflanzlichen Mitteln behandelt, die in den Wäldern dieser Welt vorkommen. Insgesamt enthalten etwa 35 Prozent aller Medikamente pflanzliche Wirkstoffe, über 28.000 medizinische Pflanzenarten sind bekannt. Darüber hinaus ist auch der Wald als Ganzes durchaus heilsam. Und zwar, indem man dort bewusst Zeit verbringt. Das nennt man dann Waldbaden.

In Japan ist das Waldbaden, Shinrin yoku, seit den 80er Jahren eine anerkannte Heilmethode. Auf den japanischen Inseln gibt es mittlerweile sage und schreibe 62 Therapiewälder. Shinrin yoku ist dabei nicht mit einem einfachen Spaziergang zu vergleichen, vielmehr ist es ein Eintauchen mit allen Sinnen. Wer zwei Stunden im Wald verbringt, zeigt nachweislich weniger Stresssymptome. Schon ein kurzes Waldbad verbessert Blutdruck, Puls und Atmung. Das Waldbaden trägt außerdem dazu bei, Angstzustände und Depressionen messbar zu mildern, es kann Schlafproblemen, Müdigkeit sowie Kraftlosigkeit vorbeugen und dabei helfen, Wutgefühle besser unter Kontrolle zu bekommen. In Japan lautet das Rezept gegen Burnout deshalb nicht selten: Shinrin yoku.

Je mehr Zeit man im Wald verbringt, desto mehr profitiert neben dem Geist auch der Körper. Nach drei Tagen Waldbaden steigen beispielsweise das Antikrebsprotein Granulsyn und vier weitere Antikrebsproteine um rund 48 Prozent, auch die Anzahl und Aktivität natürlicher Killerzellen steigt um etwa die Hälfte an.

Inwieweit sich die Erkenntnisse aus Japan mit unseren mitteleuropäischen Wäldern vergleichen lassen ist derzeit noch nicht abschließend erforscht. Aber so ein Bad im Wald tut auch hier gut. Ganz einfach. Jedoch genügt es beim Waldbaden nicht, einfach im Wald herumzulaufen. Zeit soll man sich nehmen. Geräusche und Gerüche auf sich wirken lassen. Dem Rauschen der Blätter und dem Gesang der Vögel lauschen. Den Duft des erdigen Bodens, des herabgefallenen Laubs oder der ätherischen Öle der Tannen wahrnehmen. Die Farben beobachten und auf sich wirken lassen. Bäume und Blätter berühren.

Eine mögliche Erklärung für diese heilsame Wirkung sind Terpene. Das sind Botenstoffe, mit denen Pflanzen kommunizieren. Sie sind in den ätherischen Ölen enthalten, die die Pflanzen des Waldes ausdünsten. Man vermutet, dass diese Stoffe dazu beitragen können, das vegetative Nervensystem zu beruhigen. Es gibt jedoch auch Forschende, die die Konzentration von Terpenen in der Luft für zu gering halten, um pharmakologische Effekte zu erzielen. Trotzdem kommt dem Duft des Waldes, den man im Falle der Terpene noch nicht einmal bewusst wahrnimmt, womöglich eine zentrale Bedeutung zu: Forschende der Universität Bochum vermuten etwa, dass der Duftcocktail des Waldes mit positiven Erfahrungen und Kindheitserinnerungen verbunden ist. Wir wären dann sozusagen darauf konditioniert, den Wald als angenehm zu empfinden.

Vor allem geht es beim Waldbaden also darum, sich selbst und die Natur bewusst wahrzunehmen. Die gute Nachricht ist: Das funktioniert auch im eigenen Garten – oder im Stadtpark. Denn Shinrin yoku, das ist vor allem eins: bewusste Entschleunigung.

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