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Geldtrends

Studie „Geldtrends“ – Sorgen der Hessen

Klimakrise, Coronapandemie, Inflationsangst … alles keine Gründe, den Mut zu verlieren: Die Hessen sind weiterhin optimistisch, was die Zukunft angeht. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Geldtrends 2020/2021“ der Sparda-Bank Hessen. Indes: Im Vergleich zu 2018/2019 ist dieser Optimismus leicht gesunken.

64 Prozent der für die aktuelle Studie Befragten gab an, sehr oder eher optimistisch zu sein, was den Blick in die persönliche Zukunft angeht. Zum Vergleich: Bei der Befragung zur Sparda-Studie „Zukunft“ hatten noch 71 Prozent so geantwortet.

Die Coronapandemie ist – kaum verwunderlich – das größte Sorgenpaket, das die Hessen mit sich herumtragen. 40 Prozent fürchten die gesundheitlichen Risiken einer Infektion mit dem Coronavirus. 30 Prozent sorgen sich, dass durch die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gesellschaftliche Ungleichheiten zunehmen.

Um ihr Geld sind die Hessen jedoch weniger besorgt. 83 Prozent der Befragten gaben an, ihr Sparverhalten bis Anfang 2021 trotz Corona nicht geändert zu haben, von denjenigen, die es geändert haben, sind 12 Prozent sparsamer geworden. Dasselbe gilt für Geldanlagen. 80 Prozent der Hessen macht sich keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Geldanlagen, eine Haltung, die sowohl Frauen als auch Männer teilen. Insgesamt hat die Pandemie zudem offenbar kaum negative Auswirkungen auf die finanziellen Verhältnisse in den hessischen Haushalten. Nur 11 Prozent der Befragten gab an, dass sich diese zum Negativen verändert hätten. Das Gros, 73 Prozent, spürt keine Veränderungen. Bei 7 Prozent der Befragten haben sich die finanziellen Verhältnisse gar gebessert.

Obwohl die Hessen also spürbar optimistisch in die Zukunft blicken, gibt es doch auch Ängste. Neben Corona ist das vor allem die Angst vor steigenden Preisen. 39 Prozent der Studienteilnehmenden rechnet mit einem moderaten Preisanstieg, mehr als die Hälfte (54 Prozent) gar mit einem stärkeren oder deutlichen Anstieg. 64 Prozent sehen einen Wertverlust durch Inflation als größten Risikofaktor beim Anlegen.

Da überrascht es, dass die Hessen in Sachen Geldanlage offenbar so entspannt sind. Denn schließlich nutzen 81 Prozent das Girokonto zur Vorsorge und 48 Prozent das Sparbuch. Beide bringen heute so gut wie keine Rendite – heißt: Bei steigenden Preisen werden diese Anlagen an Kaufkraft verlieren. Fonds werden zwar immer gefragter – 37 Prozent würden sich für Aktienfonds entscheiden, wenn sie sich heute für ihre künftige Vorsorge entscheiden könnten –, zugleich aber sagen 28 Prozent, dass sie auch heute wieder auf das Girokonto setzen würden, wenn sie sich für eine neue Geldanlage entscheiden müssten.

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