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Studie Geldtrends 2020/2021

Geldtrends – so spart Hessen

Die Hessen sparen – trotz Corona – munter weiter. Und sind dabei optimistisch. Die neue Studie „Geldtrends 2020/2021“ im Auftrag der Sparda-Bank Hessen zeigt, dass Frauen in Finanzfragen zudem deutlich selbstbewusster sind als ihr Ruf: Der Mann als Herr von Haus und Vermögen – das war einmal.

54 Prozent der befragten Frauen gaben an, im gemeinsamen Haushalt für die Finanzen zuständig zu sein, 32 Prozent kümmern sich zusammen mit dem Partner darum. Gleichzeitig treten durch die Corona-Pandemie seit Jahrzehnten bestehende Ungleichheiten zwischen Mann und Frau – etwa Gender-Pay-Gap oder Altersarmut durch Erziehungs- und Pflegezeiten – auch stärker zutage.

72 Prozent der Befragten beurteilen ihre Möglichkeiten der finanziellen Absicherung als gut. Etwas mehr als ein Viertel schätzt sie weniger gut bis nicht ausreichend. Eine Möglichkeit, finanzielle Nachteile, die etwa durch familiäres Engagement oder geringeres Einkommen entstehen, auszugleichen, wäre beispielsweise ein langfristiger Sparplan für die betroffene Person. Bei 62 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer trifft diese Möglichkeit, eine Versorgungslücke zu vermeiden, allerdings nichts zu. Im schlimmsten Fall kann Altersarmut die Folge dieser Sorglosigkeit sein.

Interessantes legt die Studie auch in Bezug auf das unterschiedliche Spar- und Anlageverhalten von Frauen und Männern offen: Frauen legen mehr Wert auf einfache Bankprodukte und sind risikoscheuer. So geben 72 Prozent der befragten Frauen an, ihnen sei die Einfachheit bei der Geldanlage besonders wichtig (Männer: 64 Prozent), in Aktien oder Fonds zu investieren trauen sich lediglich 39 Prozent der hessischen Frauen zu (Männer: 56 Prozent). Und das, obwohl Experten aktuell zu Anlagen am Aktienmarkt raten – und obwohl nur 7 Prozent der befragten Frauen ihr Finanzwissen als mangelhaft oder ungenügend einstufen.

Bei der Vorsorge dominiert sowohl bei Männern als auch Frauen ein Finanzprodukt, das dafür eigentlich gar nicht geschaffen ist: das Girokonto. 81 Prozent aller Befragten nutzt es zur Vorsorge. Das Sparbuch kommt direkt dahinter, fast 50 Prozent aller Befragten nutzt es zur Vorsorge, obwohl Sparbücher keine Rendite mehr abwerfen. Die Gründe: Auch die Hessen bauen auf Sicherheit. Sicherheit ist sowohl für Frauen (92 Prozent) als auch für Männer (89 Prozent) das wichtigste Kriterium der Geldanlage. Dabei sind sich die Hessen der Gefahren bewusst: 64 Prozent hat Angst, dass ihre Anlage aufgrund der Inflation an Wert verliert.

Sowohl Männer als auch Frauen sind aber offen für Neues: 32 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer nennen Aktienfonds, wenn sie gefragt werden, wofür sie sich entscheiden würden, wenn sie heute eine Möglichkeit zur Vorsorge wählen müssten.

Alle Ergebnisse sowie die Studie zum Download finden Sie hier.

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