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Obstkorb und Marmelade auf Picknickdecke

Welche Produkte schenken uns die Streuobstwiesen?

Die Streuobstwiese ist nicht nur ein artenreiches Biotop und herrliches Naherholungsgebiet, sondern vor allem auch eine äußerst vielseitige landwirtschaftliche Fläche. So vielseitig wie die Tier- und Pflanzenarten, die dort vorkommen, so vielseitig sind auch die Produkte, die die Streuobstwiese hervorbringt.

Obst

Zuerst produzieren die Obstbäume der Streuobstwiese natürlich Obst. Äpfel, Birnen, Kirschen oder Zwetschgen, aber auch Quitten werden auf hessischen Streuobstwiesen angebaut. Bis auf die Quitte kann man all diese Sorten direkt vom Baum genießen. Zugleich sind die Früchte der Ausgangspunkt für viele weitere Produkte.

Saft und Most

Die einfachste Art der Weiterverarbeitung des Obstes: es auspressen. Dann wird Saft draus, ohne Konzentrat, ohne Zusatzstoffe. Für einen Liter Apfelsaft werden beispielsweise etwa 1,3 Kilogramm Äpfel benötigt. Pro Kopf werden in Deutschland laut dem Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie 30,5 Liter Saft oder Nektar getrunken. Die kommen natürlich längst nicht alle von Streuobstwiesen. Doch gerade kleine Keltereien und Obsthöfe haben mittlerweile „ihren“ ganz persönlichen Saft oder Säfte, die sie nicht nur verkaufen, sondern im sommer in Straußwirtschaften auch ausschenken. Das noch bekanntere Getränk der Straußwirtschaft ist allerdings der Apfelwein.

Apfelwein

Der Apfelwein ist das klassisch hessische Streuobstwiesenprodukt schlechthin. Stilecht aus dem Bembel ausgeschenkt und aus dem Gerippten getrunken hat der Äppler einen hohen Wiedererkennungswert und ist längst über die hessische Landesgrenze hinaus bekannt und geschätzt. Viele Jahre haftete ihm allerdings ein eher biederes, altmodisches Image an: Apfelwein, das war ein Getränk, das ältere Herren aus den Erträgen ihrer „Baumstücker“, aölso ihrer Streuobstwiesen, keltern ließen. Doch das ist vorbei. Daran haben vor allem kleinere Keltereien und Obsthöfe großen Anteil. Sie haben das Potenzial des goldenen Getränks erkannt und experimentieren – ähnlich wie beim Wein – mit verschiedenen Apfelsorten, um ganz individuelle Apfelweine zu kreieren. Auch junge Lifestyle-Marken wie Born in the Wetterau kultivieren den Apfelwein als hippes und zugleich bodenständiges Getränk. Der ausgepresste Trester des Apfelweins muss übrigens nicht weggeworfen werden, sondern kann an Nutztiere verfüttert werden.

Honig

Streuobstwiesen sind Lebensraum zahlreicher Insektenarten. Dazu zählen natürlich auch Bienen. Wer beim Spaziergang aufmerksam ist, kann heute auf vielen Streuobstwiesen quadratische Kästen entdecken: Bienenstöcke. Honig war schon in der Steinzeit ein Nahrungsmittel und wird noch heute als Süßungsmittel oder Brotaufstrich gerne gegessen. Auch zur Weiterverarbeitung in Getränken wird er verwendet: zum Beispiel beim Met, das aus vergorenem Honig hergestellt wird.

Marmelade

Das Wort Marmelade stammt vom portugiesischen Wort für Quitte ab. Die Quitte ist tatsächlich noch heute eine der Obstsorten, die auf Streuobstwiesen wächst und zu Marmelade verarbeitet wird. Man kann sie aber natürlich auch aus allen anderen Obstsorten kochen. Streng genommen handelt es sich bei der uns geläufigen Marmelade übrigens um Konfitüre, da sie meist noch Fruchtstücke enthält. Ein bekanntes Beispiel ist das Pflaumenmus, in Hessen als Quetschehoink oder Latwerge bekannt.

Essig

Frucht- oder Obstessig ist als Würzmittel oder Teil von Salatdressings sehr beliebt. Feinkostläden bieten oft eine große Bandbreite an Fruchtessigen an, doch auch Keltereien stellen sie zunehmend her und verkaufen sie. Essig entsteht durch Fermentation alkoholhaltiger Flüssigkeiten.

Liköre und Brände

Liköre, also Spirituosen mit einem Zuckergehalt von mindestens 100 Gramm pro Liter, sind seit der Antike bekannt. Natürlich lassen sich auch aus dem Obst von Streuobstwiesen Liköre herstellen. Die Bandbreite ist ähnlich wie bei den Essigen riesig und vielfältig.

Groß ist auch die Bandbreite bei den Obstbränden. Sie haben einen deutlich höheren Alkoholgehalt als Liköre, mindestens 37,5 Volumenprozent. Bei der Herstellung werden die Früchte gemaischt. Also zerkleinert, mit Wasser gemischt und mit Hefe versetzt. Auch aus Trester, also den Resten des ausgepressten Obstes, lassen sich Brände herstellen.

Dörrobst und eingekochtes Obst

Wenn das Obst reif ist, dann kann es quasi direkt vom Baum weggenascht werden, aber es irgendwann verdirbt es. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, es außerhalb der eigentlichen Erntezeit zu genießen. Früher wurde sehr viel Obst eingekocht. Davon kann die eine oder andere Großmutter erzählen. Denn das eingekochte Obst war lange haltbar und diente als Ration für den Winter. Heute geht es immer häufiger auch mal in die andere Richtung: Das Obst wird durch Flüssigkeitsentzug haltbar gemacht – man bekommt Dörrobst. Apfelchips zum Beispiel. Die sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Davon abgesehen ist die Streuobstwiese Lebensraum unzähliger Insekten und Vögel – aber durchaus auch von Säugetieren. Denn durch die Doppelnutzung – also der Bäume plus des Grundes, auf dem sie stehen – können Streuobstwiesen für die Heumahd genutzt werden oder dienen gleich direkt als Weide für Schafe oder Pferde. Ganz schön vielseitig also, so eine Streuobstwiese.

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