Sparda-Bank Hessen eG

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Dividenden sind der „neue Zins“:
Geschäftsjahr 2019 macht Kunden und Sparda-Bank Hessen eG Freude

Geschäftsvolumen deutlich gesteigert. Nachhaltiges genossenschaftliches Geschäftsmodell weiter im Fokus.

Frankfurt am Main (pm) – Eine positive Bilanz zieht die Sparda-Bank Hessen eG für das Geschäftsjahr 2019. Alle wesentlichen Kennzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr überplanmäßig entwickelt. „Unser auf Nachhaltigkeit ausgelegtes genossenschaftliches Geschäftsmodell ist auch in Zeiten von Negativzinsen erfolgreich“, sagte Markus Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen, bei Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen am Donnerstag in Frankfurt.

„Für uns ist Nachhaltigkeit seit jeher Teil unserer DNA. Eine Genossenschaft hat stets nachhaltige Beziehungen und gemeinsame Interessen als Fundament. Der höhere Stellenwert des Themas Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit ermöglicht auch uns mit unserem nachhaltigen unternehmerischen Handeln wahrgenommen zu werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaftsbank mit Sitz in Frankfurt/Main. So werden beispielsweise für die Eigenanlagen bei der AssetAllokation auch die nachhaltigen Aspekte zunehmend messbar. „Wir arbeiten hier erfolgreich mit unserem Partner Union Investment aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe zusammen. Wir werten unsere Eigenanlagen auch nach dem Nachhaltigkeitsrating der Union Investment, die in diesem Bereich eine ausgesprochene Expertise hat, aus. Zum Jahresende 2019 liegt der Anteil der nachhaltigen Anlagen bei 94,9%. Der durchschnittliche ESG-Score unserer Spezialfonds liegt aktuell bei 49,8 und damit deutlich über dem Durchschnittswert bei Aktienindizes“, erläuterte Müller.

Aber auch den Kundinnen und Kunden bietet die Sparda-Bank Hessen eG im Bereich Geldanlage Produkte mit entsprechender Ausrichtung an. „Der Klimawandel sowie die gesellschaftliche Entwicklung – und die damit einhergehende Bereitschaft, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Lebens auseinanderzusetzen – schlägt sich auch in der Nachfrage für entsprechende Finanzprodukte nieder.“

Dass die genossenschaftliche Ausrichtung auch ein nachhaltiges Geschäftsmodell in herausfordernden Zeiten ist, zeigen die Zahlen, die für 2019 einen sehr positiven und erfreulichen Geschäftsverlauf für die Sparda-Bank Hessen dokumentieren.

Organisches Wachstum bei Kundenkrediten

Der Kreditbestand konnte 2019 weiter gesteigert werden – auf 3,0 Mrd. Euro von zuvor 2,9 Mrd. Euro (+4,8%). Damit ist die Genossenschaftsbank ein großer Baufinanzierer für Hessen. „2019 haben wir 511 Mio. Euro an Neukreditzusagen erreichen können“, sagte Michael Weidmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hessen eG und für die Ressorts Vertrieb und Treasury verantwortlich. „Damit haben wir 3.614 Menschen bzw. Familien ihren Traum vom Eigenheim wahr gemacht.“

Girokonto bleibt kostenfrei – Zahl der Kunden steigt

Sehr erfreut zeigt man sich bei der Genossenschaftsbank, dass die Kundenzahl 2019 erneut gestiegen ist. Die Sparda-Bank Hessen eG zählte zum Stichtag (31.12.2019) 352.290 Kundinnen und Kunden. „Wir überzeugen mit einem attraktiven Gesamtpaket, in dem das kostenfreie Girokonto ein wesentlicher Bestandteil ist und bleibt“, wie Michael Weidmann betonte. Mit der Steigerung der Kundenzahl und den damit verbundenen 16.369 neuen Girokonten geht auch ein Wachstum der Kundeneinlagen einher. Das erklärt unter anderem, warum neben dem Sparen in Investmentfonds auch die herkömmlichen Einlagearten, hauptsächlich die Sichteinlagen, einen Zuwachs verbuchen. Unter dem Strich sind die Kundeneinlagen um 400 Mio. Euro auf nun 6,2 Mrd. Euro angewachsen, was einem Plus von 7,6% im Vergleich zum Jahr 2018 (5,8 Mrd. Euro) entspricht.

Investmentfonds als rentable Anlagen gesucht

„Unsere Kundinnen und Kunden sind bereit, sich mit rentablen Sparformen wie dem Fondssparen zu beschäftigen. Sie wollen das Ersparte nicht mehr parken, und damit einen realen Kaufkraftverlust hinnehmen. Mit entsprechenden Angeboten helfen wir vielen von ihnen erste Erfahrungen mit dem zeitgemäßen Sparen zu machen“, sagte Michael Weidmann.

Damit wurde 2019 an Union Investment ein neu investiertes Kundenvermögen von 136,0 Mio. Euro vermittelt. Das entspricht einem Zuwachs in Höhe von 42,6 Mio. Euro (+45,6%). „Damit haben wir 30.746 zufriedene Fonds-Kundinnen und -Kunden, davon 3.253, die sich erstmals bei uns für diese Form der Geldanlage entschieden haben.“ Das ist unter anderem Ergebnis der SpardaGeldanlageOffensive, die in der zweiten Jahreshälfte gestartet wurde. Besonders erfolgreich war hier die zeitlich befristete Rückgabegarantie für Aktienfonds. „Wer nach zwölf Monaten mit dem Fondssparen nicht zufrieden ist, kann die Anteile an uns zurückgeben und erhält sein Geld zurück“, erläuterte Weidmann.

Nachhaltige Investmentfonds werden immer stärker von den Kundinnen und Kunden nachgefragt. „Hierauf werden wir im laufenden Jahr einen besonderen Fokus legen“, erläuterte der Vertriebsvorstand. „Unser Handeln richten wir konsequent an den Kundenwünschen aus. Daher werden wir mit entsprechenden Produkten und Angeboten unseren Kunden auch 2020 wieder Freude machen.“

Geschäftszahlen 2019 über Plan

Die Entwicklungen bei den Kundeneinlagen und dem Baufinanzierungsgeschäft bedeuten unter dem Strich eine Zunahme der Bilanzsumme um 400 Mio. Euro auf nun 7,0 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 7,5% im Vergleich zu 2018 (6,6 Mrd. Euro).

Der Zinsüberschuss ist 2019 trotz der Negativzinsen am Kapitalmarkt mit 85,4 Mio. Euro stabil im Vergleich zum Vorjahr geblieben.

Der Provisionsüberschuss lag im Berichtsjahr bei 18,2 Mio. Euro, was einem Anstieg um 15,6% im Vergleich zum Jahr 2018 entspricht.

Beim allgemeinen Verwaltungsaufwand kam es, nicht zuletzt aufgrund der immer weiter steigenden Kosten für die Regulatorik und der nachhaltigen Neuausrichtung beim Thema IT-Infrastruktur (sieben der elf Sparda-Banken werden nun von der Sopra Financial Technology betreut, in der die Sparda-Datenverarbeitung (SDV) aufgegangen ist), zu einem Anstieg auf 81,8 Mio. Euro (1,19% dBS) von zuvor 72,1 Mio. Euro (1,11% dBS).

Der Jahresüberschuss wuchs auf 13,4 Mio. Euro (0,19% dBS) von 13,2 Mio. Euro (0,20% dBS) im Vorjahr.

Der Anstieg beim allgemeinen Verwaltungsaufwand führt dazu, dass sich die Aufwand-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) von 71,5 auf 79,0% erhöht hat.

Zum Stichtag zählte die Sparda-Bank Hessen eG 352.290 Kundinnen und Kunden (2018: 348.295). Das entspricht einem Plus von 1,1%. 9.659 Menschen haben sich neu für die Sparda-Bank Hessen entschieden. Die Genossenschaft zählt 283.816 Mitglieder.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung gehen Hand in Hand

Auch im Backoffice nimmt die Genossenschaftsbank ihre Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften wahr. So wird sukzessive der Wagenpark auf alternative Antriebe wie E- / Hybrid / Wasserstoff umgestellt. In den Gebäuden und Geschäftsräumen der Bank werden energieeffiziente Leuchtmittel eingesetzt. Auf dem Dach der Hauptstelle in Frankfurt erzeugt eine Photovoltaikanlage nachhaltigen Strom. Mit dem digitalen Posteingangsmanagement werden Botenfahrten deutlich reduziert. „Wir werden weitere Optimierungen in unseren Prozessen unter nachhaltigen Gesichtspunkten prüfen und auch umsetzen“, kündigte Rüdiger Orth, Vorstandsmitglied für den Bereich Betrieb, an.

So wie 2019 – mit der internen Testphase von Chatbot SINA und der Einführung von digitalen Werkzeugen für die Baufinanzierungs- und Geldanlageberatung – bleibt auch 2020 die Digitalisierung ein Schwerpunktthema. „Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie wird dort vorangetrieben, wo sie unseren Kundinnen und Kunden und/oder der Umwelt nützt“, führte Rüdiger Orth aus. In diesem Jahr wird das moderne Lifestyle-Banking TEO des Fintechs Comeco, an dem die Sparda-Bank Hessen neben anderen Sparda-Banken beteiligt ist, in Hessen an den Start gehen. Die App-Funktion SpardaBargeld ist auch ein Beispiel dafür, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. „Mit SpardaBargeld können die Kunden sich an über 12.000 Ausgabestellen im Handel mit Bargeld versorgen. Damit entfallen zahlreiche Fahrten zu Filialen und Geldautomaten“, so Orth.

Nachhaltig in und für Hessen

Einen großen Teil des gesellschaftlichen und nachhaltigen Engagements machen nicht zuletzt die Gewinn-Sparer des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank Hessen durch den Erwerb von Gewinn-Sparlosen möglich. Auch 2019 förderte dieser erneut mit rund 1,6 Mio. Euro gut 700 Projekte. Der Gewinn-Sparverein unterstützt gemeinnützige hessische Organisationen in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales, Sport und Umwelt. Ein großer Erfolg war erneut das Spendenvoting „Vereint für Deinen Verein!“, an dem sich mehr als 220 Vereine aus ganz Hessen beteiligt haben und sich einem Wettbewerb um insgesamt 90.000 Euro an Fördergeldern aus Mitteln des Gewinn-Sparvereins gestellt haben. Insgesamt haben die Menschen in Hessen mehr als 300.000 Stimmen für die Projekte abgegeben. Seit einigen Jahren erhalten Neukunden und Werber von Neukunden Freudepunkte, die sie zu Spenden auf der Plattform sparda-freudepunkte.de umwandeln können. Damit unterstützen sie sozial nachhaltige Projekte in ganz Hessen.

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